Nur noch 18 Tage

Heute mal etwas über die Stationen Alexandria und Rostock

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 06.12.2017

Ich will meiner Herde helfen, dass sie nicht mehr zum Raub werden soll.
Hesekiel 34,22

Christus hat die Gemeinde geliebt und hat sich selbst für sie dahingegeben.
Epheser 5,25

Jubiläum der Partner

Die Stationen Alexandria und Rostock der Deutschen Seemannsmission feierten in den letzten beiden Jahren Jubiläum. Rostock 25 Jahre Gründung und Alexandria 55 Jahre im Seemannsheim

Rostock:

Als am 31. Januar 1991 die Deutsche Seemannsmission Rostock e.V. (DSM Rostock e.V.) im Turm der Rostocker St. Nikolai Kirche gegründet wurde, schloss sich ein Kreis, der mit dem aus dieser Hansestadt stammenden Martin Elias Harms seinen Anfang nahm.

Als Sohn eines hiesigen Polizeisoldaten zog Harms, der 1844 in Rostock geboren und eben in dieser St.Nikolai Kirche getauft wurde, nach England, um dort Theologie zu studieren.

Im Hafen von Sunderland sorgte sich Harms besonders um die Not der dortigen Seeleute. Aus diesen Erfahrungen entwickelte Harms ein Statut, nach dem 1886 in London das Generalkomitee der Deutschen Evangelischen Seemannsmission gegründet wurde. Damit wurde ein Grundgedanke aus dem Jahre 1849 von Johan Hinrichen Wichern, dem Gründer der neuen Diakonie, umgesetzt, nämlich sich der Seeleute anzunehmen.

Mit der Gründung der DSM Rostock e.V., welche den sozialdiakonischen Dienst Seeleuten aus aller Welt in den Häfen der Hansestadt Rostock als ihren Zweck sieht, wurde zugleich auch das Bestreben nach praktischer Umsetzung dieses Dienstes in Gang gesetzt. Durch Mithilfe des gemeinsamen Verbandes aller Seemannsmissionen, der DSM e.V. in Bremen, der damaligen Seehafen Rostock A G unter der Leitung von Dieter Noll, der Deutschen Seereederei mit ihrem Direktor Harry Wenzel, der Ev. Luth. Landeskirche Mecklenburgs sowie vielen Helfenden, konnte am 4. August 1991 mit einem Festgottesdienst in der Kirche zu Warnemünde und einer kleinen Feierstunde der
Seemannsclub „HOLLFAST“ im Überseehafen eröffnet werden.

„HOLLFAST“ ist ein plattdeutscher Begriff und bedeutet Halt und Stütze.

So ist der Name des Seemannsclubs auch die Leitlinie unseres Wirkens. Das wichtigste Mittel in der Begegnung mit den Menschen an Bord ist, sie dort zu besuchen, das heißt, zu ihnen hinzugehen.

Die Festschrift und ein schöner Überblick kann hier runtergeladen werden

 

Alexandria

Im Jahr 1962 zogen die Deutsche Seemannsmission und das Goethe Institut in das Gebäude in Alexandria ein. Das Goethe Institut zog später in eigene Räume und die Seemannsarbeit erlebte die unterschiedlichsten Zeiten in diesem Haus.

6-Tageskrieg, Suezkanalkrise, Jom-Kipur Krieg, 2 Revolutionen und verschiedene Leiter musste das Seemannsheim „ertragen“. Nichtdestotrotz ist das Seemannsheim in Alexandria nicht nur Ankerplatz für die Seeleute im Hafen, sondern auch für die Deutschen und der internationalen Gemeinde im Land. Rund 2000 Besucher im Jahr 2017 zeigen, dass das Seemannsheim ein echter Treffpunkt in der Stadt ist.

Seeleute sind leider bei diesen vielen Besuchern nur wenige. Waren doch vor der Revolution 2011 jeden Abend Seeleute im Haus und genossen ein paar Stunden außerhalb des Eisens und der Vibrationen des Schiffes, so dürfen sie seitdem den Hafen nicht mehr verlassen und werden durch die Stationsleitung nur noch an Bord besucht.

Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage – wann ist denn die Seemannsmission in Alexandria gegründet worden. Eine klare Antwort gibt es nicht. 1959 kam der erste Mitarbeiter der Deutschen Seemannsmission e.V. nach Ägypten, jedoch fand der Historiker Stefan Gerke Gründungsunterlagen, die belegen, dass am 29. Februar 1912 die evangelische Seemannsmission in Alexandria mit einer Stelle besetzt worden ist.

Um zu feiern braucht man ja immer einen Grund. Wir benutzten 2017 die Gelegenheit 55 Jahre im Seemannsheim um eine große Feier zu machen. Neben Folkert Janssen, dem Leiter der Station Rostock kamen auch die Generalsekretärin Heike Proske und der Vorstandsvorsitzende der DSM Jürgen F. Bollmann, sowie weitere Gäste, die aus Deutschland anreisten. Ein ganzes Wochenende voll mit Programm, ergreifendem Theater einen wunderschönen Empfang mit dem Botschafter und als weiterer Höhepunkt eine Fotoausstellung – „Faces of Alexandria“ – Das Gesicht Alexandriens

Diese Fotoausstellung tourt seit Sommer durch Deutschland und wurde allein beim Kirchentag von mehreren Tausend Menschen angeschaut. Jetzt gerade in der Weihnachtszeit ist sie in Bremerhaven und nächstes Jahr zur Hanse-Sail in Rostock. Wer sie aber nicht besichtigen kann soll hier schauen.

Ein ausführlicher Bericht mit vielen Bildern ist auf unserem Blog zu sehen

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